Psychische Erkrankung

Unsere Sichtweise und unser Verständnis

Von einer psychischen Erkrankung betroffen zu sein, persönlich oder im privaten oder beruflichen Umfeld, ist heutzutage keine Seltenheit. Krankheitsverlauf und Symptome zeigen dabei viele Gesichter. Gemeinsam ist wohl allen Krankheitsbildern, dass den Betroffenen die Fähigkeit verloren gegangen ist, ihre Probleme im Alltag zu lösen. Die Stressanfälligkeit ist erhöht, der Zugang zu inneren und äußeren Ressourcen blockiert. Identitätsverlust kann die Folge sein. Die Fragen „wer bin ich?”, „wie finde ich mich in der Welt zurecht?” und „wie kann Kontakt zu meinen Mitmenschen aussehen?” stellen sich jeden Tag aufs Neue. Zunehmende Angst und sozialer Rückzug sind die Folge gescheiterter Lösungsstrategien.

Die Zahl psychischer Erkrankungen, insbesondere Depressionen und Angsterkrankungen, nimmt zu. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Ihnen individuell auf den Grund zu gehen, ist ein Teil der Auseinandersetzung mit der Erkrankung.
Die Bandbreite der psychischen Erkrankungen, mit denen im sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld umgegangen wird, reicht von Psychosen jeglicher Art über Persönlichkeitsstörungen bis zu Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen und ADHS.
Entwicklung auf dem Hintergrund psychischer Erkrankung gründet auf der Förderung von Bewusstheit und Eigenverantwortung mit dem Ziel, die Lebensbereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit auszufüllen und aus der resignierten Passivität Lösungen zu finden für die Gestaltung des eigenen Lebens.